10115 Stadt Berlin
Die Traumaambulanz Berlin unterstützt Menschen, die Opfer einer Gewalttat geworden sind. Nach einer körperlichen oder psychischen Gewalterfahrung können in Einzelfällen Symptome starker psychischer Belastung wie Niedergeschlagenheit, Albträume, Ängste, Unruhe, Flashbacks auftreten. Halten diese Symptome länger an, können sie zu Posttraumatischen Belastungsstörungen oder Depressionen führen. In unserer Traumaambulanz bieten wir Ihnen frühzeitige Hilfe bei der Bewältigung von Traumafolgen.
Die Traumaambulanz ist Bestandteil des Zentrums für Intensivierte Psychotherapie und Beratung Berlin (ZIPB). Im Rahmen des Opferentschädigungsgesetzes (OEG) bietet die Traumaambulanz psychotherapeutische Unterstützung für erwachsene Frauen und Männer, die Opfer einer Gewalttat wie z. B. Überfall, Vergewaltigung oder Schlägerei, geworden sind. Auch Personen, die Zeuge einer Gewalttat wurden und unter psychischer Belastung leiden, können sich melden. Nach vorheriger Terminabsprache erfolgt ein Erstgespräch in unserer Traumaambulanz.
Nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) haben Opfer einer Gewalttat oder ihre Hinterbliebenen ein Anrecht auf Hilfe und Entschädigung für gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen. Die individuellen Leistungen reichen von Heil- und Krankenbehandlung über Fürsorgeleistungen bis zur Gewährung einer Beschädigten- oder Hinterbliebenenrente. Weitere Informationen erhalten Sie beim Landesamt für Gesundheit und Soziales.
Ziele des Angebotes (u.a.):
- Behandlung bestehender Belastungssymptome
- Indikationsstellung ggf. langfristiger Therapien und Beratungen
- Prävention von Traumafolgestörungen
Anmeldung/Kosten
Eine Anmeldung in der Traumaambulanz ist ohne Überweisung möglich.
Beim Erstkontakt wird ein Antrag zum OEG ausgefüllt.
Betroffene erhalten beim Ausfüllen vom Team der Ambulanz Unterstützung.
Die Kosten für zunächst fünf Behandlungen werden dann vom Land Berlin in jedem Fall übernommen.
